Englischunterricht mal anders – Storyteller aus Peru zu Besuch an unserer Schule

(Oez) „Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt im großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen.“

(Astrid Lindgren)

Die weltweit bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Astrid Lindgren bringt es mit ihrer Aussage auf den Punkt: Das Lesen ist wertvoll auch für die Gestaltung von Gesellschaft und Zukunft. Deshalb darf diese wichtige Kompetenz als wichtiges Werkzeug nicht vergessen werden, um unsere Schüler*innen sprachlich und sozial zu fördern, auch in der Fremdsprache. Überzeugt von diesem Grundsatz, fand am 14. Oktober 2019 im Fach Englisch das „Project Storytelling“ für die 7. Jahrgangsstufen statt. Zum ersten Mal besuchte ein Storyteller die Joseph-von-Fraunhofer-Schule. Freundlich lächelnd wurden die 151 Schüler*innen in der Aula von Herrn Alfonso M. Mendoza A. aus Lima, Peru begrüßt, der mit ihnen eine etwas andere Englischstunde gestaltete. Schnell zog Herr Mendoza seine Zuhörer*innen mit originellen, teils gruseligen, aber auch komischen Geschichten aus aller Welt in seinen Bann, natürlich komplett auf Englisch. Durch seine unvergleichliche Mimik und Gestik, lautmalerische Unterstützung und passende Requisiten fiel es auch den Schülern*innen leicht, den Geschichten des witzigen Peruaners zu folgen. Die ausgewählten Geschichten „The little match girl“ von Hans Christian Andersen, „The little engine that could“ von Watty Piper, „The blue balloon“ von Julia RossiMore sowie die peruanische Volksgeschichte „The armadillo night“ unterstützten dabei die literarische Reise der Schüler*innen, um mehr über unterschiedliche Welten und Mitmenschen zu erfahren, die eigene Fantasie zu beleben oder gar in andere Räume und Zeiten einzutauchen. Durch die lebendigen Erzählungen erhielten die Schüler*innen zudem Einblicke in andere Kulturen. Im Vergleich eigener Einstellungen und Haltungen mit denen der Protagonisten*innen der Geschichten entwickelten sie Interesse sowie Offenheit gegenüber anderen Menschen. Im Anschluss hatten die Schüler*innen noch Raum sich mit dem Storyteller über das Gehörte und die vorgetragenen Geschichten auszutauschen. Auf die Nachfrage einer Schülerin, weshalb er den Beruf ausübe, meinte Herr Mendoza: „I tell stories to believe, to dream, to love and to heal“. Selten sind 90 Minuten Englischunterricht so schnell vergangen. Wir sagen nochmals „Thank you! Gracias!“ und freuen uns auf den nächsten Besuch.

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