Umgang mit Corona (Update vom 18.09.2020)

Obwohl der 7-Tages-Inzidenzwert in der Landeshauptstadt München mittlerweile bei einem Wert von über 50 liegt (Stand 18.09.2020), hat das Referat für Gesundheit und Umwelt in Abstimmung mit der Schulaufsicht festgelegt, dass ab Montag 21.09.2020 an allen Schulen im Bereich der Landeshauptstadt München zunächst weiterhin die Stufe 2 (gelbe Phase) gilt. Dies bedeutet, dass die Maskenpflicht im Unterricht für unsere Schülerinnen und Schüler erhalten bleibt, soweit dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. Alle sonstigen stufenunabhängigen Festlegungen, z.B. die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Personen auf dem Schulgelände, gelten weiter fort.

Voraussetzung für die Rücknahme der Stufe 2 (gelbe Phase) wäre ein stabiler Inzidenzwert über mindestens 7 Tage unter der Schwelle von 35. Die Rücknahme der Regelungen der Stufe 2 erfolgt frühestens nach 14 Tagen, also nach dem 02.10.2020.

Unser vollständiges Hygienekonzept wurde Ihnen mit dem ersten Elternbrief über den SchulmanagerOnline zugeleitet. Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie unter diesem Link auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

200 Jahre Fraunhoferlinien

Briefmarke zum 200. Geburtstag Fraunhofers (BRD 1987)

(Axe) Es war ein Unglück, welches Joseph von Fraunhofer den Weg in die Wissenschaft ermöglichte.

Als elftes Kind eines Glasermeisters in Straubing geboren, überlebte er 1801 den Einsturz des Hauses seines Lehrmeisters. Auf Grund des frühen Todes seiner Eltern bekam Joseph damals finanzielle Unterstützung durch den Kurfürsten Maximilian IV. und dem Unternehmer Joseph von Utzschneider. Letzterer ermöglichte ihm den Besuch einer Schule und somit den Zugang zu wissenschaftlichen Fachwerken und folglich die Ausbildung zum Optiker. 1814 wurde Fraunhofer neben Utzschneider Teilhaber der optischen Werktstätte in Kaufbeuren, einem Optischen Institut, dass 1819 nach München verlegt wurde. Als Unternehmer erzielte er durch Fortschritte in der Glasherstellung und Fertigung optischer Instrumente wirtschaftlichen Erfolg. Als Forscher ebnete er mit seiner grundegenden und systematischen Forschung den Weg für heutige optische Systeme, wie zum Beispiel der Glasfasertechnik oder der lichtbasierten Analyse- und Produktionstechnik. Im Rahmen dieser Arbeit entdeckte Fraunhofer unter anderem vor genau 200 Jahren die nach ihm benannten Fraunhofer`schen Linien im Sonnenspektrum. Mit Hilfe dieser konnten Rückschlüsse auf die chemische Zusammensetzung und Temperatur der Sonne und in der Folge auch die von anderen Sonnen gezogen werden. Mit dieser Arbeit legte Fraunhofer den Grundstein für die Spektroskopie. Sie ermöglicht die Analyse der Eigenschaften einer Lichtquelle und ihrer Strahlung. Fraunhofer hatte während seines ganzen Lebens nie eine wissenschaftliche Ausbildung, was ihm die Aufnahme an wissenschaftliche Akademien erschwerte. Durch seine passionierte und praxisorientierte Arbeit wurde er jedoch 1823 Professor des physikalischen Kabinetts im Bereich Optik. Im Alter von 39 Jahren starb Joseph von Fraunhofer. Seine Arbeit hingegen lebt weiter und wirkt als Grundlage moderner Forschung.   

Bilder:

Joseph von Fraunhofer (Mitte) demonstriert das Spektroskop. Rechts neben ihm Georg von Reichenbach, links Joseph von Utzschneider. Gemälde von Rudolf Wimmer.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ec/Fraunhofer_spectroscope.JPG/1024px-Fraunhofer_spectroscope.JPG

Briefmarke zum 200. Geburtstag Fraunhofers (BRD 1987)

Beschreibung: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/DBP_1987_1313_Joseph_von_Fraunhofer%2C_Sonnenspektrum.jpg

 

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